Wieso Portwein? Wieso Tawny-Port? Wieso gerade dieser Tawny-Port?
Ich bin kein wirklich großer Freund von Sherry Finishes. Der Whisky wird mir dadurch oft zu überladen mit Aromen, die ich mit einem Whisky einfach nicht verbinde. Für mich ist ein Whisky ein klassischer Single Malt aus dem Ex-Bourbon Fass, mit Aromen nach Karamell, Vanille und Holz.
Was mir in den letzten Jahren immer wieder gut geschmeckt hat, waren aber Finishes in Ex-Portweinfässern, von denen zwei hier federführend genannt werden sollten, der Laphroaig Brodir Batch 002 und der Arran Port Wood Finish. Beide hatten den Whiskycharakter bewahrt und durch das Finish noch das I-Tüpfelchen drauf bekommen.
Nun steht bei so einem Fassexperiment neben der Wahl der Fässer natürlich auch die Wahl der Füllung an. Dass es sich dabei um einen Portwein handeln soll, war schnell klar. Nun stellte sich die Frage, welcher es sein sollte. Wieso nun ausgerechnet ein Tawny Port? Da sollte man sich direkt die Gegenfrage stellen: Wieso denn nicht? Mein Erfahrungsschatz was das Herstellen eines eigenen Finish angeht ist gleich Null. Eine Vorraussage, was welcher Wein mit dem Fass anstellt und wie dann der Whisky später mit diesem Fass reagiert, ist nicht möglich. Daher war die Entscheidung ein Bauchsache.
Aber wieso ausgerechnet der Don Pablo Tawny Port. Wer ein bisschen googlet wird viel Lesestoff zu Tawny Port finden. Wie bei jedem Genussmittel gehen die Geschmäcker weit auseinander. So kann man Unsummen für alte Portweine bezahlen, die einem am Schluss dann doch nicht schmecken. Umgekehrt ist es genauso und genau da liegt die Stärke des Don Pablo. Er ist bezahlbar, in großen Mengen verfügbar und ist beliebt wegen seines Geschmacks. Das waren die drei ausschlaggebenden Kritierien zur Auswahl des Portweins, von dem ich immerhin 21 Flaschen für die Füllung der beiden Fässer benötigte.
Donnerstag, 5. Januar 2017
Sonntag, 25. Dezember 2016
Wasser zu Wein
Nach Entleerung des Wassers wurden nun die Fässer mit dem Portwein gefüllt. Die Fässer und die bereits vorhanden Whiskyflaschen für die spätere Nachreifung haben nun auch ihren Lagerplatz im Regal gefunden.
Das Fassungsvermögen beider Fässer lag bei ca. 15,5 Liter, was 21 Flaschen des Tawny Port entsprach.
Freitag, 23. Dezember 2016
Wässriger Anfang
Die Fässer sind nun randvoll mit kaltem klaren Wasser gefüllt. Das Holz darf nun 48 quellen, um die Fässer abzudichten.
Donnerstag, 22. Dezember 2016
Heute kam sozusagen eine Flaschenpost
Es ist zwar noch ein gutes halbes Jahr hin, bis der Whisky nach dem Portwein Finish in die Flaschen gefüllt werden kann, aber zumindest kamen heute mal 30 Flaschen per DPD an. Was man hat, hat man schonmal.
Mittwoch, 21. Dezember 2016
Der Portwein ist da
Heute geht es Schlag auf Schlag. Nachdem die Fässer wohlbehütet angekommen sind, durfte ich auch 21 Flaschen Portwein in meinem Keller begrüßen. Das Experiment kann also beginnen!
Herzlich Willkommen
Hallo an alle Teilnehmer und Interessierte, die sich für das Whisky-Experiment interessieren. Ich freue mich, euch in meinem Blog zu begrüßen. Hier werdet ihr über den Ablauf und alle Neuigkeiten rund um das Whisky-Fassexperiment auf dem Laufenden gehalten.
In dem Experiment geht es um eine eigene Nachreifung zweier Whiskys, um ihnen einen unverkennlichen und einzigartigen Geschmack zu verleihen.
Es werden dafür zwei neue Eichenfässer, eins mit 10 Liter und eins mit 5 Liter Fassungsvermögen verwendet. Die Fässer sind aus französischer Limousineiche und werden in Deutschland produziert. Die Innenseite der Fässer sind leicht getoastet, was eine gute Interaktion des Destillats mit dem Holz ermöglicht. In diese Fässer wird ein Portwein, genauer gesagt ein Tawny Port gefüllt. Dieser verweilt nun für ca. 6 Monate in den Fässern. Dadurch interagiert das Holz mit dem Wein und gibt Holzaromen ab. Viel wichtiger für uns ist aber die Tatsache, dass das Holz Portweinaromen aufnimmt, die wir nachher für die Nachreifung unserer Whiskys benötigen.
In das 10 Literfass wird der Laphroaig Quarter Cask gefüllt. Er weißt mit 48 % vol. eine ausreichenden Alkoholgehalt auf und er wurde bisher nur in amerikanischen Eichenfässern reifen gelassen. Somit fehlt ihm, bisher zumindest, ein Finish, was wir ihm nun verpassen werden.
In das 5 Literfass kommt ein "nicht rauchiger" Whisky. Genauer kann ich es derzeit noch nicht sagen, da der Whisky bisher noch nicht festgelegt ist. Heißer Favorit ist derzeit der Deanston Virgin Oak.
In dem Experiment geht es um eine eigene Nachreifung zweier Whiskys, um ihnen einen unverkennlichen und einzigartigen Geschmack zu verleihen.
Es werden dafür zwei neue Eichenfässer, eins mit 10 Liter und eins mit 5 Liter Fassungsvermögen verwendet. Die Fässer sind aus französischer Limousineiche und werden in Deutschland produziert. Die Innenseite der Fässer sind leicht getoastet, was eine gute Interaktion des Destillats mit dem Holz ermöglicht. In diese Fässer wird ein Portwein, genauer gesagt ein Tawny Port gefüllt. Dieser verweilt nun für ca. 6 Monate in den Fässern. Dadurch interagiert das Holz mit dem Wein und gibt Holzaromen ab. Viel wichtiger für uns ist aber die Tatsache, dass das Holz Portweinaromen aufnimmt, die wir nachher für die Nachreifung unserer Whiskys benötigen.
In das 10 Literfass wird der Laphroaig Quarter Cask gefüllt. Er weißt mit 48 % vol. eine ausreichenden Alkoholgehalt auf und er wurde bisher nur in amerikanischen Eichenfässern reifen gelassen. Somit fehlt ihm, bisher zumindest, ein Finish, was wir ihm nun verpassen werden.
In das 5 Literfass kommt ein "nicht rauchiger" Whisky. Genauer kann ich es derzeit noch nicht sagen, da der Whisky bisher noch nicht festgelegt ist. Heißer Favorit ist derzeit der Deanston Virgin Oak.
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